Konturmarkierungen

Reflektierende Markierungen für bessere Sichtbarkeit von Nutzfahrzeugen

Innerhalb der Konturmarkierung darf auch reflektierende Werbung angebracht werden – für eine hohe Sichtbarkeit des Fahrzeugs und der Werbebotschaft

Etwa ein Drittel aller Lkw-Unfälle passiert bei schlechtem Wetter, Dämmerung oder bei Dunkelheit. Denn Lastwagen sind mit ihren Aufbauten und Anhängern oft schlecht zu erkennen. Reflektierende Markierungen sind eine effektive und kostengünstige Möglichkeit, die Sichtbarkeit von Nutzfahrzeugen signifikant zu erhöhen – auch nachträglich.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Das menschliche Augeregistriert tagsüber ca. 90 % der verkehrstechnischen Informationen. Nachts sinkt die Sehleistung des Menschen dagegen auf etwa 5 % des Tageswertes. Verkehrsteilnehmer sehen ein Fahrzeug oder Objekt deshalb bei Dunkelheit nur, wenn Licht von ihm kommt und in das Auge fällt. Geschieht dies nicht, reagieren sie oft zu spät oder gar nicht. Hier können Konturmarkierungen helfen. Sie verbessern nicht nur die Sichtbarkeit von Fahrzeugen und Anhängern, sondern erleichtern auch die Einschätzung von Abstand und Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Aus diesem Grund ist eine reflektierende Fahrzeugmarkierung mittlerweile in vielen Ländern vorgeschrieben. Seit 2011 müssen gemäß UN-R 104 auch hierzulande alle neu zugelassenen Fahrzeuge für Güterbeförderung mit einem Gewicht über 7,5 t sowie alle Anhänger mit einem Gesamtgewicht über 3,5 t mit Konturmarkierungen gekennzeichnet werden.

Was gilt es, bei Konturmarkierungen zu beachten?
Grundsätzlich müssen bei der Kennzeichnung von Lkw und ihren Anhängern die unterschiedlichen Anforderungen für Fest- und Planen-Aufbauten berücksichtigt werden. Letztere bedürfen spezieller Markierungsfolien, da u. a. ihre Flexibilität das Bekleben erschwert. Für eine optimale Sichtbarkeit sollte die gesamte Fahrzeug- bzw. Anhängerform gekennzeichnet werden, und zwar seitlich und hinten. Mindestanforderung bei Kennzeichnungspflicht ist die Teilmarkierung an der Seite und die Konturmarkierung am Heck. Muss ein Fahrzeug aus rechtlicher Sicht nicht gekennzeichnet werden, kann eine freiwillige einfache Linienmarkierung die Sichtbarkeit ohne großen Aufwand deutlich erhöhen. Generell gilt: Die Seite von Fahrzeug und Anhänger sollte mit weißer oder gelber Folie und das Heck mit gelber oder roter Folie  gekennzeichnet werden. Eine Kombination von markierten und nicht markierten Zugmaschinen und Anhängern sollte grundsätzlich vermieden werden. Sattelzugmaschinen und Führerhäuser von Zugmaschinen können, müssen aber nicht, gekennzeichnet werden. Helle und klare Farben für maximale Sichtbarkeit Für die Markierung von Nutzfahrzeugen und Anhängern müssen geprüfte und zugelassene retroreflektierende Folien der Klasse C verwendet werden. Diese sind erkennbar an dem Prüfzeichen gemäß UN-R 104. 3M bietet beispielsweise mit der Diamond- Grade-Konturmarkierung 983/997 eine hochwertige, mikroprismatische Folie für Fest- und Planenaufbauten. Die selbstklebende Folie hat einen hohen Reflexwert und sehr helle und klare Farben. So gewährleistet sie rund um die Uhr eine gute Sichtbarkeit. Wichtig ist: Hochwertige Konturmarkierungen sollten immer gegen Schmutz und Nässe kantenversiegelt sein – für eine lange Lebensdauer und maximale Sicherheit.

Weitere Informationen: www.3m.de/verkehrssicherheit

29.04.2020