Sonderlichtfarbe Amber für Parkanlagen oder Bereiche, die an Landschafts- oder Naturschutzgebiete angrenzen

Verkehrssicherheit, optische Wirkung, Einflüsse auf Umwelt und Tiere, Wirtschaftlichkeit: Bei der Suche nach der optimalen LED-Straßenbeleuchtung gibt es so einiges zu beachten.

In Anliegerstraßen, verkehrsberuhigten Zonen und in Altstadtbereichen kommen häufig Leuchten mit weniger Kelvin zum Einsatz. Es wird eher als warmes Licht empfunden, das eine stimmungsvolle und gemütliche Atmosphäre verbreitet

Insbesondere die Frage, in welcher Intensität und Lichtfarbe die Beleuchtung wünschenswert ist, ist stark subjektiv.
Für Hauptstraßen wird in der Regel die Lichtfarbe 4.000 Kelvin ausgewählt, während in Anliegerstraßen, verkehrsberuhigten Zonen und in Altstadtbereichen  häufig Leuchten mit 3.000 Kelvin eingesetzt werden. Mittlerweile kommt aber auch immer häufiger die Lichtfarbe Amber (1.800 Kelvin) ins Gespräch. So bietet z. B. der Leuchtenhersteller SCHUCH aus Worms nahezu ein komplettes Außenleuchtenprogramm in dieser Sonderlichtfarbe an und beschreibt die Vorteile wie folgt:
– „Gelbes Licht“ wird bei Nebel deutlich weniger gestreut als weißes Licht mit seinem hohen Blauanteil. Bessere Sicht und damit höhere Sicherheit sind
die Folge.
– „Gelbes Licht“ ist aufgrund des nicht vorhandenen Blauanteils ein insektenfreundliches Licht und eignet sich daher für die Beleuchtung von Parkanlagen, Bereichen, die an Landschafts- oder Naturschutzgebiete angrenzen, sowie für Regionen, die als sogenannte Sternenparks anerkannt sind oder werden wollen.
– „Gelbes Licht“ wird auch als warmes Licht empfunden, das eine stimmungsvolle und gemütliche Atmosphäre verbreitet. Ein Aspekt, der speziell in  der Altstadtbeleuchtung besondere Beachtung und hohe Akzeptanz bei Anwohnern und Touristen fi ndet. Amberfarbenes Licht bietet Stadtplanern die Möglichkeit, gelbes und weißes Licht gezielt einzusetzen, um Bereiche optisch gegeneinander abzugrenzen. Bestehende Lichtmasterpläne können so auch beim Einsatz von effizienten LED-Leuchten fortgeschrieben werden.

Unmittelbarer Vergleich von Lichtfarben zur Entscheidungsfindung
Die Beurteilung, welche Lichtfarbe sich für welchen Bereich eignet, lässt sich natürlich am besten durch einen unmittelbaren Vergleich vornehmen. So wurden in einer größeren Gemeinde in Baden-Württemberg zur Vorbereitung eines abendlichen Ortstermins sechs gleiche Leuchten der Baureihe CUPINA installiert. Drei Leuchten mit identischer Leistung und den Lichtfarben 1.800 K, 3.000 K und 4.000 K sowie drei Leuchten mit gleichem Lichtstrom, ebenfalls in den genannten Lichtfarben. Im Vergleich lieferten die drei erstgenannten Leuchten unterschiedliche Lichtströme bei gleichem Stromverbrauch, während die drei Leuchten mit identischen Lichtströmen einen unterschiedlich hohen Stromverbrauch aufwiesen. Mit dieser Vergleichsinstallation ließen sich der optische  Eindruck der unterschiedlichen Lichtfarben und die Helligkeitsunterschiede bei identischem Stromverbrauch gut beurteilen. Dank LED-Technik sparen alle drei Varianten mindestens 75 % der bisher benötigten Energie. Bei den Leuchten mit 3.000 K und 4.000 K sind es ob der größeren Effizienz sogar mehr als 80 %.
Die zur Verfügung stehenden unterschiedlichen Lichtfarben lassen allen Beteiligten also viel Spielraum für individuelle Entscheidungen. Im Meinungsaustausch zwischen Ratsmitgliedern, Planern, Vertretern vom Naturschutzbund und Anwohnern können die unterschiedlichen Auffassungen so zu einer Lösung führen, die allen gerecht wird. Allerdings sollte man bei allem Wunschdenken die normativen Anforderungen nicht außer Acht lassen, die klare Grenzen setzen.

Weitere Informationen: www.schuch.de

17.09.2018