Warntext gleichzeitig in acht Sprachen auf acht Funkkanälen

Im Rahmen der Kampagne „Rettungsgasse“ des Hessischen Innenministeriums wurden mehrere Feuerwehren mit CB-Funkgeräten ausgestattet, mit denen Lkw-Fahrer in acht Sprachen auf Unfälle hingewiesen und zur Bildung der Rettungsgasse aufgefordert werden können. Die Hessische Landesregierung verstärkt mit dem Pilotprojekt ihre Anstrengungen, die Verkehrsteilnehmer für dieses lebenswichtige Thema zu sensibilisieren. Die Anschaffungskosten für die Geräte werden komplett vom Land Hessen übernommen.

Schematische Darstellung des Funksystems

CB-Funk ist Hauptkommunikationsmittel der Lkw-Fahrer
Durch den Wechsel auf die mittlere Fahrspur bei stockendem Verkehr werden häufig die beiden rechten Fahrspuren mit einem Lkw belegt. Die Bildung der notwendigen Durchfahrtsbreite in der Rettungsgasse wird dadurch erschwert. Über 70 % der Lkw-Fahrer nutzen den CB-Funk als Hauptkommunikationsmittel, um sich mit Kollegen über die Verkehrssituation auszutauschen. Dies tun sie üblicherweise in ihrer jeweiligen Landessprache, auf einem sprachspezifischen Funkkanal. Dabei haben sich bestimmte Kanäle für die einzelnen Landessprachen etabliert, auf denen sich die Fahrer über alle möglichen Informationen rund um den Straßenverkehr austauschen.
Das CB-Funkwarngerät VA-FWS 27 PLL der Firma B&E Antec ist in der Lage, gleichzeitig auf acht CBFunkkanälen einen eingespeicherten Funkspruch jeweils in einer separaten Sprache auszusenden. Dadurch ist es möglich, Lkw-Fahrer in ihrer jeweiligen Landessprache vor den herannahenden Einsatzfahrzeugen zu warnen und zum Bilden einer Rettungsgasse aufzufordern. Die Reichweite beträgt ca. 1.000 m und lässt den Lkw-Fahrern somit genug Zeit zur Reaktion. Die Kanalverteilung orientiert sich an den acht am häufigsten gesprochenen Sprachen der Lkw-Fahrer auf deutschen Autobahnen.

Pilotphase bei fünf Feuerwehren mit starker Einsatzfrequenz
Das Gerät ist in einem tragbaren Koffer verstaut und kann somit ohne Werkstattaufenthalt einfach und problemlos in jedes Einsatzfahrzeug eingebaut werden. Die Technik kommt bereits seit einigen Jahren erfolgreich bei HessenMobil zur Absicherung der Verkehrssicherungsanhänger (VSA) zum Einsatz. Die technische Erweiterung für den Einsatz in Feuerwehrfahrzeugen ist jedoch neu und bisher lediglich bei einer Feuerwehr in Oberfranken im Einsatz. Um die Wirkung in Hessen zu erproben, wurden fünf  hessische Feuerwehren mit starker Einsatzfrequenz auf Autobahnen für einen Pilotversuch ausgewählt. Zusätzlich werden großflächige Aufkleber an den Heckseiten der  Fahrzeuge auf die Freihaltung der Rettungsgasse für nachfolgende Einsatzkräfte hinweisen.

Weitere Informationen: www.be-antec.de

3.07.2019