Qualitätsanalysen im laufenden Betrieb von Lichtsignalanlagen

On-line Quality Analysis of Traffic Signals

A. Schweigl, schweigl(at)ziv.de; Dipl.-Ing. M. Düsterwald, michael.duesterwald(at)siemens.com; Dr.-Ing. A. Reußwig, achim.reusswig(at)mobil.hessen.de; Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Boltze, boltze(at)verkehr.tu-darmstadt.de

Lichtsignalanlagen werden zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Qualität des Verkehrsablaufs eingerichtet (RiLSA 2010). Um dies dauerhaft zu gewährleisten, ist ein systematisches Qualitätsmanagement (QM) erforderlich. Ziel des Projekts „Qualitätsmanagement für das kommunale Straßenverkehrsmanagement“ ist, einen Rahmen für einen abgestimmten, modularen und sukzessiven Aufbau von QM-Systemen für Lichtsignalanlagen zu schaffen. Im Fokus steht dabei die weitgehende Automatisierung von QM-Prozessen, indem die in Verkehrsrechnersystemen verfügbaren qualitätsrelevanten Daten zu Qualitätskenngrößen aufbereitet werden.

Traffic signals are implemented to improve traffic safety and quality of traffic flow (RiLSA 2010). Therefore, a systematical quality management (QM) is necessary. The goal of the project described in this article was to develop a framework for a concerted, modular, and consecutive implementation of quality management systems for traffic signals. The major aim was to achieve extensive automation of quality management processes by processing quality-relevant data available in traffic control systems to gain quality parameters for an assessment.

Lkw-Führungskonzepte als Bestandteil der Luftreinhalteplanung

Truck Routing – Integral Part of Clean Air Plans

Univ.-Prof. Dr.-Ing. B. Leerkamp, leerkamp(at)uniwuppertal.de; Dipl.-Ing. O. Luczak, luszak(at)uni-wuppertal.de, 

Lkw-Führungskonzepte werden in vielen Luftreinhalteplänen als Maßnahme zur Reduzierung von straßenverkehrsbedingten Beiträgen zur Luftschadstoffkonzentration aufgeführt. Hinsichtlich der Wirkungspotenziale und der Konzeption und Erarbeitungsmethodik von Lkw-Führungskonzepten besteht noch Unsicherheit und Entwicklungsbedarf. Der Beitrag stellt Erkenntnisse aus einem Vergleich bestehender Konzepte vor, geht auf die Methodik zur verkehrsmodellgestützten Entwicklung von Netzen ein,  diskutiert Maßnahmen zur Umsetzung (Lkw-Stadtpläne, Lkw-Navigationssoftware usw.) und betrachtet Wirkungspotenziale von Lkw-Führungskonzepten.

Truck routing is an integral part of many clean air plans. There are open questions regarding potential effects as well as conception and planning methodology. The article discusses existing case studies, describes methods for a transport model based truck network design and shows implementation plans and effects of truck routing plans.

Untersuchungen zur Wirksamkeit von Truck Mounted Attenuators

Investigations on the Effectiveness of Truck Mounted Attenuators

Dr.-Ing. D. Kemper, kemper(at)isac.rwthaachen.de, Dipl.-Ing. I. Petry, petry(at)isac.rwth-aachen.de, Univ.–Prof. Dr.-Ing. B. Steinauer, steinauer(at)isac.rwthaachen.de

Although roadworks on motorways are unavoidable to keep the road network in running order, they always exert a negative effect on road safety. In mobile work sites the risk for the service workers is particularly high. Additional safety measures or protective elements such as warning thresholds, CB radio information or overhead signals can so far only be used in stationary short-term roadworks. A further suitable option, although rarely employed in Germany, is Truck Mounted Attenuators (TMA), which in the case of a rear-end crash convert the kinetic energy of the colliding vehicle to deformation energy in the crash cushion. This additional safety measure has already been used successfully in numerous countries for many years. The checking effect of TMA has been confirmed by the motorway maintenance services questioned, especially with regard to collisions with cars. In how far a TMA can reduce the effects of a truck crash is not yet known and is to be investigated in further crash tests.

Arbeitsstellen auf Autobahnen sind zur Erhaltung einer betriebsbereiten Straßeninfrastruktur unvermeidbar, stellen jedoch immer eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit dar. In Wanderbaustellen ist die Gefährdung der Beschäftigten des Betriebsdienstes besonders groß. Zusätzliche Maßnahmen oder Absicherungselemente wie z.B. Warnschwellen, CB-Funkhinweise oder Überkopfanzeigen sind bislang nur in stationären Arbeitsstellen kürzerer Dauer einsetzbar. Eine weitere geeignete, in Deutschland allerdings kaum verbreitete Alternative, stellen mobile Anpralldämpfer (Truck Mounted Attenuators, TMA) dar, die bei einem Auffahrunfall die kinetische Energie des auftreffenden Fahrzeugs in Verformungsenergie im Anpralldämpfer umwandeln. In zahlreichen Ländern wird diese zusätzliche Sicherungsmaßnahme schon seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Die Aufhaltewirkung von TMA wird vor allem für den Pkw-Anprall von befragten Autobahnmeistereien bestätigt. Inwieweit ein TMA die Folgen eines Lkw-Anpralls reduzieren kann, ist nicht bekannt und sollte in weiteren Anprallversuchen erforscht werden.

Elektrolöwe 2010 – Der Hessische Elektroautofahrer

Elektrolöwe 2010 – The Hessian Electric Car Driver

Prof. Dr.-Ing. P. K. Schäfer, petra.schaefer(at)fb1.fh-frankfurt.de; M. Eng. D. Knese, dennis.knese(at)fb1.fh-frankfurt.de

Die Fachhochschule Frankfurt am Main analysierte in drei unterschiedlich strukturierten Regionen (Frankfurt am Main, Kassel und Lauterbach im Vogelsbergkreis) das typische Fahrverhalten der hessischen Verkehrsteilnehmer, um potenzielle Elektroautofahrer zu identifizieren. Durch die Verknüpfung verfügbarer Technologien, ermittelter Nutzerprofile und unter Berücksichtigung der verschiedenen Stadtstrukturen sollten konkrete Vorschläge für die unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen erarbeitet werden. Ziel des Projekts war es, einen Beitrag zur Einführung einer nachhaltigen, elektromobilen Lebensweise in Hessen zu leisten. Zusammenfassend kann aus den hier analysierten Daten abgeleitet werden, dass Elektrofahrzeuge aus Nutzer-Perspektive beim größten Teil der Mobilitätsbeteiligten schon heute geeignete Fortbewegungsmittel darstellen würden. Das derzeitige Verkehrsverhalten ist in den meisten Fällen mit einem durchschnittlichen Elektro-Pkw zu bewältigen. Diese stehen allerdings noch nicht in ausreichender Menge und zu einem für die Allgemeinheit bezahlbaren Preis zur Verfügung. Dennoch stehen die Chancen der hessischen und deutschen Städte gut, die Elektromobilität in ein nachhaltiges Verkehrssystem der Zukunft zu integrieren.

The Frankfurt University of Applied Sciences analysed the typical driver’s behaviour of Hessian citizens in three differently structured regions (Frankfurt, Kassel and Lauterbach). The aim was to identify potential users of electric cars. Specific suggestions for the various transport requirements were made by connecting the available technologies, identified user profiles, and with consideration of different city structures. A project goal was to make a contribution to the introduction of a sustainable electric lifestyle in Hesse. From the analysed data it appears that electric cars would already be a suitable mode of transport for a big part of the participants in daily traffic. Most of today’s traffic behaviour can be managed with an electric car. The problem is that not enough e-cars are available, and that they are too expensive for the general public. Nevertheless, the chances in Hessian and Germany cities are good for integrating electric mobility to a sustainable transport system in the future.