Peer-Reviewed Articles: Mobility Pricing: Zahlungsbereitschaft und Verhaltensreaktionen

Mobility Pricing: Willingness to pay and change in Transport Behaviour

Dr.-Ing. M. Vrtic, TransOptima GmbH, Olten/Schweiz, vrtic(at)transoptima.ch; Dr. N. Schüssler, schuessler(at)ivt.baug.ethz.ch, A. Erath, erath(at)ivt.baug.ethz.ch, Univ.- Prof. Dr.-Ing.K. W. Axhausen, axhausen(at)ivt.baug.ethz.ch, IVT, ETH Zürich, Zürich/Schweiz

In der verkehrspolitischen Diskussion nimmt Mobility Pricing einen prominenten Platz ein. Es bestehen aber Wissenslücken bezüglich der Auswirkungen preislicher Maßnahmen auf die Verhaltensentscheidungen der Verkehrsteilnehmer, sowie auf Siedlungsstrukturen, Verkehrssicherheit und Umwelt. Der vorliegende Beitrag legt den Schwerpunkt auf die Verhaltensänderungen in der Verkehrsmittel- und Routenwahl und der Wahl der Abfahrtszeit. Es werden folgende Fragen beantwortet: wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft für Mobility Pricing und wie verändert sich das Verkehrsverhalten durch die Einführung von Mobility Pricing?

In the political discussion, considerable attention is given to mobility pricing as a solution to traffic problems. However, questions remain regarding the demand reactions to specific mobility pricing schemes and the resulting effects on environment, road safety and land use. This paper focusses on the impact of mobility pricing changes on destination, mode, route and departure time choice. The following questions are answered: What is the willingness to pay for mobility pricing and what are the substantial changes in travel behaviour caused by the introduction of mobility pricing.

Fachbeiträge/Professional Articles: Schadstoffemissionen: Energieverbrauch und Ladestrategien für Elektromobilität in Metropolräumen, aufgezeigt am Beispiel colognE-mobil (Köln)

Energy Use and Charging Strategies for Electric Mobility in Metropolitan Areas, shown with the Example colognE-mobil (Cologne/Germany)

Dipl.-Ing. K. Biniok, biniok(at)trc-transportation.com, Prof. em. Dr. techn. J. Schönharting, schoenharting(at)trc-transportation.com, Dipl.-Ing. A. Wessely, wessely(at)trc-transportation.com, Dipl.-Ing. S. Wolter, wolter(at)trc-transportation.com, TRC Transportation Research and Consulting GmbH, Essen

Im Kontext einer Verringerung der Folgen des Straßenverkehrs auf die Umwelt werden E-Fahrzeuge als erfolgversprechendes Konzept zur Senkung der CO2- und Schadstoffemissionen sowie zur Verminderung der Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr angesehen. Der wesentliche Unterschied gegenüber konventionellen Verbrennungsfahrzeugen liegt in der derzeit geringen Reichweite und im langen Aufladeprozess der Batterien. Zu vielen technischen und nutzungsspezifischen Einzelheiten der Elektrofahrzeuge liegen bisher noch keine Kenntnisse vor, z.B. zur potenziellen Elektro-Mobilitätsstruktur, zum Strombedarf und seiner Verteilung über den Tag, zu den Aufladestrategien der Nutzer, zur optimalen Lage von Auftankstellen unter wirtschaftlichen und stadträumlichen Aspekten, zu möglichen Auswirkungen der Elektromobilität auf die Dimensionierung von Verkehrsanlagen ebenso wie zu den Umwelteffekten, was Schadstoff- und Lärmimmissionen betrifft. Vor diesem Hintergrund hat die Universität Duisburg-Essen im Rahmen eines vom BMVBS geförderten umfangreichen Forschungsprojektes eine Reihe der offenen Fragen untersucht. Über die verkehrsplanerischen und verkehrstechnischen Aspekte, was methodisches Vorgehen und erste Erkenntnisse betrifft, wird im Beitrag berichtet.

Within the context of reducing the impacts of road transport on the environment electric vehicles are a promising approach to reduce CO2 and pollutant emissions and for reducing the noise from road traffic. The main difference compared with conventional internal combustion vehicles currently lies in the low range and long charging process of the batteries. Many technical and use-specific details of the electric vehicles are yet unknown, for example the potential for electric mobility, the demand for electricity and its distribution throughout the day, the charging strategies of users, the optimal location of charging stations at economic and urban spatial aspects, the possible effect of electric vehicles on the dimensioning of transport infrastructure as well as the environmental effects in terms of air and noise pollution. Against this background, the University of Duisburg-Essen investigated within the framework of a BMVBS funded sophisticated research project, a number of open questions. The contribution reports on the transport planning and traffic engineering aspects in terms of the methodological approach and initial findings.

Verkehrserfassung: Ein Überblick zur Rekonstruktion von zeitlichräumlichen Verkehrsmustern mit und in Fahrzeugen – Teil 2: ASDA/FOTO

A Study of the Reconstruction of spatiotemporal Traffic Patterns with and inside Vehicles – Part 2: ASDA/FOTO

Dr. Dipl.-Wirtsch.-Ing. H. Rehborn, hubert.rehborn(at)daimler.com, Prof. Dr. rer. nat. habil. B. S. Kerner, boris.kerner(at)daimler.com, Daimler AG, Group Research GR/PTF, HPC: 050-G021, Sindelfingen

Eine Erkennung von Verkehrsstörungen basierend auf der Kerner’schen Drei-Phasen-Verkehrstheorie in Fahrzeugen kann den jeweiligen Verkehrszustand des Fahrzeugs korrekt beschreiben. Es wurde bereits dargestellt in Teil 1 dieses Überblickbeitrags, wie ein Geschwindigkeitssignal eines Fahrzeugs in seinem zeitlichen Verlauf als Verkehrszustand interpretiert werden kann und wie eine Ausstattungsrate von 2 bis 3 % meldender Fahrzeuge in einer Zentraleinheit eine gute Erkennung der Gesamtverkehrssituation erlaubt. In diesem Beitrag wird anhand unterschiedlich zufallsverteilter Fahrzeuge an einem Streckenabschnitt und einer gezielt ausgewählten Verkehrssituation vertieft, wie eine Zentrale unter Nutzung der weiterentwickelten Modelle ASDA/FOTO welche Erkennungs- und Falschalarmraten mit welchen Prozentzahlen ausgestatteter Fahrzeuge erreichen kann.

The detection of traffic disturbances based on Kerner’s three-phase traffic theory is able to describe the current traffic state of the vehicle correctly. In Part 1 of this study it has been revealed how the speed signal of a vehicle over a certain time can be interpreted as traffic state and how a penetration rate of 2–3 % communicating vehicles allow a good detection of the traffic situation in a control centre. Based on an analysis of different probabilistic distributions of vehicles on a road section associated with a distinct traffic situation, this paper explains enhanced ASDA/FOTO models for spatiotemporal reconstruction of traffic with data generated by communicating vehicles (Floating Car Data). It is shown, how both reliable traffic detection and false alarm rates depend on certain percentages of communicating vehicles moving in traffic flow.

Personenverkehr: Erreichbarkeit im Personenverkehr

Accessibility in Traffic

Univ.-Prof. Dr.-Ing. U. Köhler, Verkehrsplanung Köhler und Taubmann GmbH (VKT), Frankfurt am Main, koehler(at)vkt-gmbh.de

Die Erreichbarkeit eines Zielortes von einem Quellort aus kann über die Zahl der Gelegenheiten beschrieben werden, die mit einem Verkehrsmittel in möglichst kurzer Zeit erreicht werden können. Der Artikel beschreibt eine Methode, um die Qualität der Erreichbarkeit nicht nur anhand eines Verkehrsmittels zu bewerten, sondern hierfür mindestens zwei Verkehrsmittel (in der Regel ein individuelles und ein öffentliches) heranzuziehen, um die unterschiedlichen Verfügbarkeiten der Verkehrsmittel zu berücksichtigen. Zur Bewertung werden die absoluten Reisezeiten beider Verkehrsmittel, das Reisezeitverhältnis und die Zahl der Gelegenheiten am Zielort herangezogen.

The accessibility of a destination from an origin can be described by the number of opportunities which can be reached in a shortest possible travel time using one mode of transport. The article describes a method to evaluate the quality of accessibility not only based on a singular transport mode but on a minimum of two transport modes (one individual and one public mode) considering the different availabilities of both transport modes. For the evaluation will be required the absolute travel times of both transport modes, the relation between the travel times and the number of opportunities at the destination.

Tagungen: Optimierung in Verkehr und Transport – Ein Tagungsrückblick zur HEUREKA ’11

Optimisation in Traffic and Transport – A Congress Report on HEUREKA ’11

Univ.-Prof. Dr. M. Friedrich, markus.friedrich@isv.unistuttgart. de, Dipl.-Ing. E. Mandir, eileen.mandir(at)isv.unistuttgart.de, Dipl.-Ing. T. Otterstätter, thomas.otterstätter@isv.unistuttgart.de, Dipl.-Ing. J. Pillat, juliane.pillat(at)isv.unistuttgart.de, Universität Stuttgart,Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik, Stuttgart

Die Veranstaltung HEUREKA ’11, die am 16. und 17. März 2011 in Stuttgart stattfand, nutzten 300 Teilnehmer, um sich in Plenarvorträgen sowie 36 Fachvorträgen in parallelen Vortragsblöcken den aktuellen Sachstand zum Leitthema „Optimierung in Verkehr und Transport“ präsentieren zu lassen und zu diskutieren. Die Inhalte waren breit gefächert und reichten von planungsmethodischen Grundlagen über neu entwickelte Verfahren und Methoden für den Betrieb bis hin zu realisierten Projekten. Berichtet wurde über neue Entwicklungen im Bereich des motorisierten Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs sowie über neue multimodale Ansätze. Diese Informationen wurden durch die Fachausstellung, in der Systementwickler und Systemanbieter, Beratungsunternehmen sowie Universitäten ihre Entwicklungen und Produkte vorstellten, vertieft und ergänzt. Eine Klammer bildeten die Eröffnungs- und Übersichtsvorträge, die sich verschiedenen Grundsatzthemen widmeten. Dabei wurde deutlich, dass die zunehmenden Praxiserfahrungen und die wachsenden technischen Möglichkeiten neue Optimierungspotenziale eröffnen, die häufig nur in einer integrierten und interdisziplinären Bearbeitung dieser Aufgaben ausgeschöpft werden können.

The HEUREKA ’11 held in Stuttgart (Germany) on 16th and 17th March 2011 attracted 300 participants who attended plenary sessions and 36 presentations in parallel sessions the guiding theme being „Optimisation in Traffic and Transport”. The topics on the agenda covered a wide range from planning methodologies to newly developed procedures and methods for the operation of transport to end with already implemented projects. The presentations covered the individual motorized traffic, the public transport as well as multimodal approaches. The exhibition in which system developers and system providers along with consulters and universities presented their products and services served to enhance the issues covered in the presentations. The presentations were embedded in introductory and special lectures on different basic topics. It became apparent that the steadily increasing practical experiences and the prospering technical possibilities open new optimisation potentials that can only be exploited in an integrated and interdisciplinary approach.