FGSV

Ad-hoc-Arbeitspapier zu sogenannten „geschützten Kreuzungen“ veröffentlicht

Im Zuge der stetig wachsenden Bedeutung des Radverkehrs für die Mobilität wächst der Druck auf die Verantwortlichen, adäquate Radverkehrsanlagen zu schaffen. Dabei steht neben der Funktionalität die objektive Sicherheit der Anlagen im Vordergrund. Im Sinne einer gezielten Radverkehrsforderung, wie sie viele Kommunen anstreben, kommt aber auch der subjektiven Sicherheit in der Diskussion eine immer größere Rolle zu. Dies betrifft derzeit insbesondere die Forderung nach sogenannten „geschützten Radverkehrsanlagen“ in Form von „Protected Bikelanes“ und „Protected Intersections“. Im Mittelpunkt steht dabei die möglichst weitgehende bauliche und räumliche Trennung des Radverkehrs insbesondere vom Kfz-Verkehr. Diese Forderung kann an Knotenpunkten im Gegensatz zum Grundsatz der optimierten Sichtbarkeit des Radverkehrs, der fahrbahnnahe Führungen bevorzugt, stehen. Statt den fahrbahnnahen Führungen, werden vermehrt wieder weit abgesetzte Radverkehrsführungen gefordert.

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen hat dazu nun zum ersten Mal das Ad-hoc-Arbeitspapier zu sogenannten „geschützten Kreuzungen“ herausgegeben. Bei dieser neuen Veröffentlichungsform handelt es sich um ein W-2-Arbeitspapier und sie dient dazu, in Kurzform den aktuellen Stand des Wissens und der Technik darzustellen – und schneller auf aktuelle Planungsfragen zu reagieren. Die FGSV empfiehlt, das Arbeitspapier zu sogenannten „geschützten Kreuzungen“ bei allen Planungsprozessen, die Knotenpunkte betreffen, zu berücksichtigen. Mit dem Ad-hoc-Arbeitspapier wird das bestehende Entwurfsregelwerk (wie z. B. RASt, ERA, EFA) ergänzt. Sofern neue Erkenntnisse vorliegen, wird dieses Arbeitspapier aktualisiert oder in ein FGSV-Regelwerk überführt.

Behandelt werden der Hintergrund, das Unfallgeschehen, Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmenden und infrastrukturelle Mangel sowie allgemeine Maßnahmen zu mehr Sicherheit an Knotenpunkten. Die zentralen Abschnitte beschäftigen sich mit den Knotenpunkten mit abgesetzter Radverkehrsführung (die sogenannten „geschützten Kreuzungen“), der Behandlung des Fußverkehrs im Zusammenhang mit der Barrierefreiheit sowie mit offenen Fragen. Abgerundet wird das Arbeitspapier durch Literaturhinweise.

Das Arbeitspaper kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen
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D-50999 Köln
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04.09.2021